Plasmaspritzen
Plasmaspritzen ist ein thermisches Spritzverfahren, bei dem ein Beschichtungsmaterial in Pulverform in einer extrem heißen Plasmaflamme geschmolzen und mit hoher Geschwindigkeit auf eine Oberfläche aufgebracht wird.
Dank der sehr hohen Temperatur eignet sich dieses Verfahren besonders für Materialien mit einem hohen Schmelzpunkt, wie Keramiken und Cermets.
Wie funktioniert das Verfahren?
Das Plasma entsteht durch einen elektrischen Bogen zwischen einer positiven Anode und einer negativen Kathode innerhalb der Spritzpistole. Dieser Bogen ionisiert einen Gasstrom (meist Argon oder ein Argon/Wasserstoff-Gemisch) zu Plasma.
- Der Bogen erhitzt das Gas auf Temperaturen von ~20.000 °C
Der Plasmajet, der aus der Düse austritt, bleibt 10.000 °C auf wenige cm Abstand - Das Beschichtungsmaterial wird in Pulverform in diese Flamme injiziert
- Die geschmolzenen Partikel werden mit Geschwindigkeiten bis zu 450 m/s auf das Werkstück katapultiert
- Dort erstarren sie und bilden eine verschleißfeste, homogene Schicht

Vorteile
Aufbringen von keramischen Beschichtungen mit hoher Härte
Keine Erwärmung oder Verformung des Werkstücks
Ideal für Wärme- oder elektrisch isolierende Schichten
Sehr feine Kontrolle über Schichtdicke und Porosität
Kapazitäten bei Plasmajet
- Bauteile bis Ø 2500 mm, 10 m Länge und 10 Tonnen
- Vollständige Vor- und Nachbehandlung (Strahlen, Schleifen, Endbearbeitung)
Typische Anwendungen
- Dichtflächen oder Gleitflächen in Pumpen
- Verschleißfeste Zonen auf industriellen Achsen
- Wärmeisolierende Schichten in der Luftfahrt oder Energie
- Elektrisch isolierende Beschichtungen auf metallischen Trägern
Beratung erforderlich?
Wir helfen Ihnen gerne bei der Wahl des richtigen Beschichtungsmaterials für Ihre Anwendung.




